Interpellation der Grünen Burgdorf betreffend Bahnhoftreff Steinhof

Im Dreieck zwischen dem Bahnhof Steinhof und der Bernstrasse ist eine grössere Überbauung mit Überbauungsordnung geplant. Der BLS-Bahnhof soll neu auf der anderen Seite der Zähringerstrasse zu stehen kommen. Auf der Überbauungsparzelle befindet sich unter anderem der alte Bahnhof Steinhof, der heute unter dem Namen Bahnhoftreff Steinhof (bts) mit diversen Räumen und einer gut ausgestatteten Küche eine vielschichtige soziale und kulturelle Funktion erfüllt. Der bts ist Restaurant, Arbeitsplatz für Personen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, und Lokalität für vielfältige kulturelle und soziale Anlässe sowie Feste von Vereinen, Familien etc. Er ist auch der Verankerungspunkt des Quartiervereins Steinhof. Dank seiner Lage kommt es zu relativ wenigen Interessen­konflikten mit der Nachbarschaft. Das Quartier- und Gemeinschaftszentrum nimmt im Steinhofquartier einen wichtigen Platz ein und spielt als städtischer Begegnungsort für Bevölkerungsgruppen jeden Alters und soziokulturellen Hintergrunds eine zentrale Rolle. Es erfüllt zudem bereits heute eine wichtige Funktion in den Bereichen Alter und Integration, ist also für die Erreichung gewisser Legislaturziele des Gemeinderates (z.B. 1.5, 1.7) sehr unterstützend.

Der Gemeinderat wird gebeten, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:

  1. Verfügt der Gemeinderat über eine städtische Strategie für Quartierzentren und Begegnungsorte oder ist die Erarbeitung einer solchen geplant?
  2. Welchen Stellenwert haben nicht kommerzielle Begegnungsorte wie Gemeinschafts­räume, Quartierzentren, Treffpunkte im öffentlichen Raum etc. für den Gemeinderat?
  3. Ist sich der Gemeinderat der wichtigen Funktion des bts bewusst und ist in der Überbauungsordnung ein Standort für ein neues Quartier- und Gemeinschafts­zentrum geplant?
  4. Ist vorgesehen, dass die Bevölkerung, insbesondere der Quartierverein Steinhof und die heutige Betreiberin Stiftung intact, in die Planung eines neuen Quartierzentrums einbezogen wird?
  5. Welche Kriterien müsste der neue Standort aus der Sicht des Gemeinderates erfüllen?